Indonesien 2011

Vulkan: Anak Krakatau

  August 2011

 R. Roscoe, M.Rietze, M.Szeglat, Th. Boeckel

in english

  Cinema 

Vulkan Batu Tara und Anak Krakatau im August 2011, Boeckel Vulkan Batu Tara und Anak Krakatau im August 2011, Boeckel


Anak Krakatau

Anak Krakatau 2011, by Boeckel 

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War  beim Besuch im Juni 2009 von Weitem eine beachtliche Rauchfahne zu sehen, so war der diesjährige Abstecher durch ein karges Dimmen in den Nachtstunden auf dem Anakgipfel gesegnet. Von dem nordwestlich gelegenen Inselsplitter Sertung, einer der Überreste der 1893-ger Sprengung hatte man einen hervorragenden Bildausschnitt des Anakkraters zusammen mit der Insel Rakarta. Allerdings entdeckten wir auch auf Sertung die momentan längsten Gesichter des Krakatau-Archipels.

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Anak Krakatau 2011, Indonesien, by Boeckel

Nun musste etwas Pep in die Sache. Was steckte wohl hinter dem schwachen roten Schein in der Kraterregion. Waren es schwache Strombolianer, oder gar ein Lavasee. Grübel, grübel…, auch eine riskante Entscheidung, da eine Besteigung des Anakgipfel nicht gerade als ungefährlich eingestuft werden kann. So hatte Chris Weber bei einer vergangenen Tour das Vergnügen, bei einem der seltenen Karteraufenthalte einer sich rasch entwickelnden Ascheaktivität beizuwohnen. Glücklicher weise entwickelte sich diese Aktivität nicht weiter und mäßigte sich schnell wieder. Auch eine spontane explosive Aktivität kann während des Aufenthaltes am Kraterrand statt finden. Hierbei hätte man wohl kaum eine Überlebenschance. Während wir uns vormittags noch den  neugierigen Waranen widmeten und eine Entscheidung in weiter Ferne lag, war nach dem Anlanden auf Anak die Sache klar. Wenn man schon keine Aktivität antrifft, sollte die seltene Gelegenheit genutzt werden einen Einblick in den Schlot zu riskieren.

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Der Aufstieg auf den etwa 400m hohen Schlackekegel von Nordwesten aus, entpuppte sich als äußerst Schwierig. Selbst erfahrene Bergsteiger werden  in diesem lockeren Geröllfeld die wahre Freude verspüren und sich mit einer ständigen Flug- und Rollambition herumschlagen müssen. Die Drei-Schritt-vor-und-Zwei-zurück-Methode stellte sich nach einer Stunde als erfolgreich heraus, und mit Spannung wurde der Einblick erwartet. Am Kraterrand angekommen staunten wir nicht schlecht. An der gegenüber liegenden Kraterseite war wie im Lehrbuch beschreiben, ein markanter Lavastöpsel mit unzählig kleinen Gasflammen zu beobachten. Bildlich gesehen, wie mit Bitumen verkittet erschien der Pfropf im Kraterboden zu sitzen, und jeder hatte wirklich das Gefühl, der Korken will aus seiner Verankerung.

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   Anak Krakatau 2011, Indonesien, by Boeckel

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Hätte das Gas nicht durch die Risse entweichen können hätte der Überdruck bzw. eine Explosion den Stöpsel bereits weit ‚herausgehauen’. Besser dargestellt kann man das Überdruckprinzip am Vulkan nicht mehr vorfinden. Wir hätten bestimmt nichts gegen eine beispielhafte Vorführung gehabt, allerdings drängte uns der Umstand dieser brisanten Situation nach einer Stunde wieder herunter. Der Abstieg trotz Dunkelheit kann an der Südseite als wesentlich einfacher beurteilt werden.

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Etwas verstaubt aber Happy, doch unbeschadet aus Gefahrenzone gekommen zu sein,  widmeten wir uns wieder den räudigen Küchenwaranen (bis 2,5 Meter) und den von unserem Koch köstlich zubereiteten Meeresfischgerichten inkl. Bintang.

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©2011, Photos und Text Thorsten Boeckel(TB), last modification 30.08.2011


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