Indonesien 2011

Vulkan: Bromo Tengger, Sidoarjo

  August 2011

 M.Rietze, M.Szeglat, C.Weber, Th. Boeckel, R.Roscoe

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  Cinema 

Vulkan Batu Tara und Anak Krakatau im August 2011, Boeckel Vulkan Batu Tara und Anak Krakatau im August 2011, Boeckel


KASADA PROZESSION AM BROMO VULKAN

Kasada procession volcano Bromo Tengger, by Boeckel    Kasada procession volcano Bromo Tengger, by Boeckel

Kasada procession volcano Bromo Tengger, by Boeckel   Kasada procession volcano Bromo Tengger, by Boeckel

Kasada procession volcano Bromo Tengger, by Boeckel     Kasada procession volcano Bromo Tengger, by Boeckel    Kasada procession volcano Bromo Tengger, by Boeckel

Kasada procession volcano Bromo Tengger, by Boeckel

War im März 2011 der Vulkan Bromo hochaktiv, so konnte dieses Mal am Kraterareal das alljährige Kasada Fest abgewickelt werden. Hierbei handelt es sich um eine hinduistische Prozession, welche am Anfang am Rund der gesamten Tenggerkaldera abgehalten wird. Die letzte Station ist die Zufahrt zum Vulkantempel Bromo.

Kasada procession volcano Bromo Tengger, by Boeckel    Kasada procession volcano Bromo Tengger, by Boeckel    Kasada procession volcano Bromo Tengger, by Boeckel

Kasada procession volcano Bromo Tengger, by Boeckel    Kasada procession volcano Bromo Tengger, by Boeckel

Die Prozession war für Mitternacht angesagt begann aber erst um 2:30Uhr. Hat man sich durch den Nebel zum Tempel gekämpft wird man von einmaligen religiösen Brauchtümer und Relikten Überrascht.

Kasada procession volcano Bromo Tengger, by Boeckel    Kasada procession volcano Bromo Tengger, by Boeckel

Nach einigen Huldigungsansprachen, welche dem Vulkan Bromo gewidmet sind wird mit Fackeln und geflochtenen Palmenbügeln hochfeierlich die Kraterkante der Vulkans bestiegen.

Kasada procession volcano Bromo Tengger, by Boeckel    Kasada procession volcano Bromo Tengger, by Boeckel

Kasada procession volcano Bromo Tengger, by Boeckel    Kasada procession volcano Bromo Tengger, by Boeckel    Kasada procession volcano Bromo Tengger, by Boeckel

Hier sei auch angemerkt das sich selbst erfahrene Prozessionsprofis im dichten Nebel verlaufen können. Wenn man mit den Einheimischen durch die vernebelten Ascherinnen purzelt, hat das durchaus auch seine lustigen Seiten. Selbstverständlich lief ich dem Irrläuferpulk hinterher.

Kasada procession volcano Bromo Tengger, by Boeckel    Kasada procession volcano Bromo Tengger, by Boeckel   

Kommt man jedoch im Dämmerungslicht aus der dichten Nebelschicht eröffnet sich neben der Imposanten geheimnisvoll verschleierten Vulkanlandschaft der feierliche Esprit dieser Veranstaltung. An der Kraterkante eng zusammengedrängelt werfen die Gläubigen Opfergaben bestehend aus Hühnern, Kohlebriketts, Gemüsebündel, Essenskörbe, Kuhschädel (wird behauptet), Zigaretten, Geld und Ziegen, ja auch ganze Ziegen in den Krater. Richard und Marc konnten Letzteres beobachten.

Kasada procession volcano Bromo Tengger, by Boeckel    Kasada procession volcano Bromo Tengger, by Boeckel    Kasada procession volcano Bromo Tengger, by Boeckel

 Kasada procession volcano Bromo Tengger, by Boeckel     Kasada procession volcano Bromo Tengger, by Boeckel

Dem Sinn nach waren diese Opfer eigentlich gar keine. Im Krater wartet bereits eine Schar von etwa 50 Leuten auf die Opfergaben. Beeindruckend, wenn dahinter die dampfende Tiefe des Vulkanschlotes heraus sticht. Mit Netzen und anderen Hilfsmittel wird versucht mit allen Tricks an die großen Brocken heranzukommen. Am beliebtesten so schien mir, war Geflügel.

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Kasada procession volcano Bromo Tengger, by Boeckel   Kasada procession volcano Bromo Tengger, by Boeckel   Kasada procession volcano Bromo Tengger, by Boeckel

Erhaben wirkt die Tenggerkaldera zusammen mit den Vulkanen v. Links. Bromo und Batok. Ein besonderer Eindruck entsteht wenn der Nebel in der Schüssel steht. Hier wuselten wir also die halbe Nacht herum. Der Semeru im Hintergrund ohne Aschewolke gehört allerdings nicht mehr zur Tengger-Kaldera.   

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Kasada procession volcano Bromo Tengger, by Boeckel

SEMERU  VULKAN

Semeru Bromo Tengger, by Boeckel      Semeru Bromo Tengger, by Boeckel

Als nächstes Ziel war der Südöstlich gelegene imposante Vulkan Semeru an der Reihe. Eine Nacht für fast nicht wahrnehmbare Aschewolken war kurz gesagt der Reinfall. Selbst ein Aufstieg hätte sich da nicht gelohnt. Jedoch hatte der Semeru bekannter weise eine etwas längere Ruhepause eingelegt. Dennoch lohnt sich der Besuch um die perfekte Gestalt des etwa 3700m hohen Vulkans zu bewundern, immer. Aber ich bin zuversichtlich, dass ich diesen Vulkan noch aktiv erwischen werde.

SCHLAMMVULKAN SIDOARJO

        

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by NASA ASTER satellite

Der nächste Part der Reise führt uns nach OST-JAVA. Beginnend in Surabaya staunte ich in der Stadt Sidoarjo zwanzig Kilometer südlich nicht schlecht, als links von der überfüllten Autobahn ein zweistufiger Damm von etwa 15m auftauchte. Als Neuling in dieser Gegend fragte ich erstmal welchen Sinn dieses imposante Bauwerk haben könnte. War da mal nicht etwas? Ach ja,der Schlammvulkan von 2006, der die ganze Gegend unter einer dicken Schlammdecke verschwinden ließ.

Mud volcano Sidoarjo 2011, by Boeckel   Mud volcano Sidoarjo 2011, by Boeckel   Mud volcano Sidoarjo 2011, by Boeckel

Ob die Probebohrung nach Erdöl Am 29. Mai 2006 diesen vulkanischen Schlamm-Blow-out in der Nähe des Erdölbohrloches verursachte, ist umstritten. Als mögliche Theorie wird das Erbeben der Stärke 6,3 in Yogyakarta vom 27.Mai 2006 als einer der Ursachen zu tektonischen Veränderungen der Tiefenschichten genannt. Der Schlamm, welcher bis zu 50 Meter in die Höhe schoss, erreichte Temperaturen von durchschnittlich 100 °C. Zudem wurden verschiedene Gase, unter anderen Methan und Schwefelwasserstoff, frei.

Mud volcano Sidoarjo 2011, by Boeckel   Mud volcano Sidoarjo 2011, by Boeckel   Mud volcano Sidoarjo 2011, by Boeckel

Die Eruption, die bislang andauert, hat mittlerweile einen Krater von 60 Metern Durchmesser und einen Auswurfhügel von fünfzehn Metern Höhe gebildet. Aufgrund von Messungen gehen Forscher davon aus, dass der Vulkan noch bis ins Jahr 2037 viel Schlamm spucken werde und sich nichts dagegen machen ließe. Die Schlammausbrüche hatten weit reichende Folgen für die Bevölkerung. Bis Dezember 2006 mussten über 13.000 Menschen aus der Region evakuiert werden. Der Schlamm überflutete eine Fläche von etwa 7 km² (Stand Juni 2008), Straßen und Felder und schloss ganze Dörfer ein, mittlerweile sind  etwa 30.000 Menschen in 12 Dörfern obdachlos geworden. (Quelle Wikipedia)


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©2011, Photos und Text Thorsten Boeckel(TB), last modification 16.09.2011


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