Äthiopien

Vulkan: Erta Ale, Dallol

    27.Januar bis 2.Februar 2011  

 R.Roscoe,  M.Rietze,  Marco Fulle,  Th.Boeckel

in english

 Cinema

Erta Ale, Dallol, by Th. Boeckel Cinema Erta Ale, Dallol, by Th. BoeckelErta Ale, Dallol, by Th. BoeckelErta Ale, Dallol, by Th. Boeckel


Der Weg in die Danakil Senke

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Von Mekele aus geht es unentwegt bergab in die Danakil Wüste. Beim Eintritt in die aride Zone nahm nicht nur die Flora rapide ab, auch unser Reifendruck verabschiedete sich komplett. 

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Ein seltener Anblick: Die Danakilwüste unter Wasser. Selbst unser Fahrer der diese Gegend seit Jahren besuchte, kannte diesen Anblick noch nicht. Vorausgegangen waren starke Regenfälle in den Bergregionen Eritreas welche das überschüssige Wasser in die geschätzten 15 km² großen Salzflächen leitete.  Somit stand der gesamte Salzabbau beinahe unter Wasser (ca.10cm), wobei selbst bei diesen Bedingungen der Abbau vorangetrieben wurde.  

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        Ethiopia, Erta Ale and Dallol 2011 by Th. Boeckel

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Beim Übergang in trockene Gebiete kam es immer wieder zu einer wunderbaren Salzschlammschlacht. Na irgendwie wühlten sich unsere Fahrzeuge doch durch den glibbrigen Untergrund und erreichten den etwas höher gelegenen Fuß des Dallol Vulkans.    

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Die Farben des Dallol Vulkans

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Der Besuch des Dallol-Gebietes ist nur noch in Begleitung des äthiopischen Militärs möglich. Nachdem vor drei Jahren ein französischer Jeep von Wüstenpiraten überfallen und beschossen wurde ging die Äthiopische Regierung zu Gegenmaßnahmen über. Die militärische Begleitung umfasst vier bis zu den Zähnen bewaffnete Soldaten, die uns gegenüber sehr freundlich und zuvorkommend war. Seit bestehen dieses Begleitschutzes wurde kein Zwischenfall mehr bekannt, und irgendwie steigerte sich das Sicherheitsgefühl im Vergleich zu dem Besuch seit 2008 bei mir erheblich.

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An der Oberfläche schwimmende Kristallisationslinsen. Größter Geysiraufbau etwa 3m

Das wohl farbigste Landschaftsgebilde auf unserem Globus befindet sich inmitten der Danakil-Depression (-120m unter NN) nahe der Eritreischen Grenze. 'Normale' Farbtöne sind hier Mangelware und man könnte glauben das hier durchaus die Neonfarbe erfunden wurde. Hätte diese Farbgebung von Geysiren und Seen einen Platz auf den Farbpaletten unserer renommierten Altkünstler gehabt, wäre womöglich das ganze Farbverständnis unserer Kunstwelt einen anderen Weg gegangen. Die außergewöhnlichste Geothermalzonen der Erde mischt hier Giftgrün mit Wasserblau, Gelbe Linsen und auskristallisierte Banketten, Schneeweiße Kleinstgeysiere welche nach gewisser Zeit in Verbindung mit der Luft alle Farben annehmen können. Das Eisen gibt den Ro(s)tton oben drauf, und der Anblick der bizarren Formgebung von Sinterterrassen wird durch unzählig kleine gurgelnder Minigeysire  jeglicher Couleur ergänzt.

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 Giftgrün

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Mineralische Farbtrennung. Rechts: Ein rostfarbener Pool abgeschirmt durch einen natürlichen Salzdamm, auf der anderen Seite eine intensiv Giftgrüne Färbung des großräumigen zentralen Sees. Kontrovers bleibt nach wie vor, wer für diese Farbgebung zuständig ist. Ob hier eine mineralische oder bakteriologische Färbung die Ursache ist, bleibt auch in diesem Bericht weiterhin offen. Die Ausfallprodukte enthalten verschiedene Kaliumsalze und Schwefel und werden mit etwa 50-70C° an die Oberfläche gepumpt. Hier ist allerdings eine sehr hohe geothermische Energie die Voraussetzung, da die anhydritisch angereicherte Sole eine Schicht von etwa 1000m durchsteigen muss.

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Mineralische Donuts, der Vielfalt der Gestaltung ist an diesem Fleck der Erde keine Grenzen gesetzt

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Das etwa 5km² große Gebiet welche sich fast unscheinbar aus der Salzwüste erhebt (ca. 50m) wurde tatsächlich 1926 von einer Minieruption heimgesucht. Womöglich lag ein vehementer Druckausgleich von "höher" gelegenen ausgespülten Salzkammern zu Grunde, welche reichlich Wasserdampf angesammelt hatten. Weitere Ausbrüche sind bis dato nicht bekannt. Seitdem ist die vulkanische Aktivität an diesem Ort nicht über eine wechselnde Geysiraktivität heraus gekommen.

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Dallol 2011, Boeckel 

Bei verlassen des Geländes kam es dann doch zu einem kleineren Zwischenfall. Richard, ein 150%iger Dallol-Fan wollte das Geysirfeld partout nicht verlassen. Nur mit Hilfe des äthiopischen Militärs gelang die Zwangsrückholung aus dem Krisengebiet. Ein großer Dank gilt an dieser Stelle dem mutigen Einsatz des Soldaten.

Ethiopia, Erta Ale and Dallol 2011 by Th. Boeckel

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Über die Salzwüste geht es wieder nach Amedale. Ziemlich verlassen erscheint unser Gefährt in der 'bewässerten' Wüste.

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Wohl der wichtigste Anlaufpunkt in dieser Gegend. Das Militär übernimmt die Wasserversorgung, und es kommt in Amedale immer wieder zu lebhaften Szenen bei der Verteilung. Rechts: Trittbrettfahrer unerwünscht.

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Die Anfahrt zum...

Erta Ale Vulkan

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Nur ein 'glühendes Loch' inmitten der Afarwüste.

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Die neue Landschaft

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Unser Ziel war erreicht, dennoch ein Überquellen des Süd-Pits konnte selbst Mithilfe von Beschwörungsformeln nicht erreicht werden. Der Gesamtumbau war immens. Wo im Jahre 2008 ein etwa 200m weites Loch in der Erde klaffte trafen wir nur noch einen Lavasee mit einem Durchmesser von etwa 40m an. Der Konus war eingestürzt. Der gesamte Süd-Pit war komplett vollgelaufen, am Südrand hatte die Pahoehoe-Lava einen etwa 300m talwärts fließenden  freien Auslauf. Dieses Ereignis fand hauptsächlich im November 2010 statt. Der nunmehr 15 Meter unter der Oberfläche sitzende Lavasee ist zwar in seinem Level angestiegen, aber in welcher subterranen Größe der gesamte Pit ein Eigenleben führt, bzw. wie weit der  verschlossener Lavasee besteht, ist und bleibt ungewiss. Ein großes unterirdisches Lavareservoir liegt nah, da sehr oft Unregelmäßigkeiten in der Fließrichtung und Geschwindigkeit am offenliegenden Lavasee beobachtet wurden.(Klick to GIF).

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Der Nord Krater

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Zurück zum Süd Pit

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Fließmuster des Lavasees. Die Video und Gif-Animationen in Zeitraffer zeigen die driftenden Schollen verständlicher.

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Fish-eye Fotos des gesamten Kraters

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Der Versuch die kochende Lava zu erwischen. Allerdings ließ die tiefe Lage der Austritte keine kontrastreichen Belichtungen zu. Ein anderes Problem war die enorme Hitze. Alles erschien im Sucher unscharf, und im Telebereich war es fast unmöglich. Die Kameras hatten nach einer 10-minütigen Animation Gartemperatur, und waren beim Abbau vom Stativ fast nicht mehr in den Händen zu halten.   

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Morgen- und Nachtimpressionen vom Krater

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Conan oder Canon?

Peles Tears und Hair Garten

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Feinstes Steingewöll (Mitte) am Rande des Vulkankraters. Toll zu sehen, dass die feinen Gebilde tatsächlich wie eine Haarwurzeln aussehen.

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Links: Peles Tears, eine beinahe obsidianische Erscheinung. Die Grünbraune Färbung des Naturglases erinnerte mich an Tektite.

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Marco und ich auf der Suche nach außergewöhnlichen Formen von Peles Tears

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Schon der zackige Anblick verrät den hohen Silikatanteil in der Lava

Im Vergleich zu meiner Haarmenge ist an der NO-Seite des Kraters reichlich anzutreffen. Es handelt sich allerdings um Peles Hair, eine hochsilikatische Lava, welche haarfeine Ziehfäden hinterlässt. Verursacht werden diese Fäden durch spattern (spritzen) extrem heißer Lava in brodelnden Lavaseen. Hierbei entstehen unter anderem Peles Tears (Peles Tränen) die weiter oben gezeigt sind.

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Ziehen Sie mal Honig mit einer weichen Konsistenz aus einem Glas, dann ist dieses Prinzip besser zu verstehen. In manchen Fällen entsteht noch feinere Glaswolle, die bereits dem Vergleich zu Watte nahe kommt. Auch in Hawaii hatten wir das Vergnügen Peles Hair anzutreffen. Am Erta Ale wurde die Lavalandschaft allerdings unter einem olivinfarbenen Grünschleier in der Größe eines Fußballfeldes eingehüllt. 

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Eine neue Stadt am Rande des Kraters?

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Typische Häuser an diesem Ort und in der gesamten Afar Region.

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Nessie und der Heimweg. Der Abstieg wurde durch eine Mietkaravane unterstützt.

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Landschaften der Afarwüste und die Suche nach einer Badewanne. Leider noch in weiter Ferne.

Link zur Nyiragongo Tour


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© 2011, Photos und Text Th. Boeckel, last modification 14.02.2011